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Wird das Wasser knapp, mehren sich die Konflikte (04.08.2020)

Zum 50-jährigen Jubiläum der Fakultät werden die verschiedenen Forschungsbereiche mit aktuellen Beispielen in ihrer ganzen Vielfalt präsentiert. Zum Stichwort #Wasser stellt Prof. Dr. Kerstin Stahl, Leiterin der Professur für Umwelthydrosysteme am Institut für Geo- und Umweltnaturwissenschaften, das Projekt „DRIeR“ vor.
Wird das Wasser knapp, mehren sich die Konflikte (04.08.2020)

Die Fischtreppe in Freiburg ist ein beliebter Ort, wenn die Temperaturen steigen. In allzu heißen Sommern sinkt der Wasserspiegel der Dreisam drastisch. Foto: Thomas Kunz

Im Projekt „DRIeR: Drought impacts, processes and resilience: making the invisible visible“ haben Freiburger Forscherinnen und Forscher untersucht, wie sich Trockenheit und Dürre in Baden-Württemberg auswirken. Heute vereint DRIeR acht Professuren, die geistes-, natur- und rechtswissenschaftliche Disziplinen abdecken. Aus der UNR-Fakultät sind die Professuren für Umwelthydrosysteme, Forst- und Umweltpolitik, Hydrologie und Waldbau sowie das Institut für Physische Geographie beteiligt. DRIeR arbeitet zudem eng mit Partnern aus Politik und Praxis zusammen, darunter Wasser- und Umweltbehörden, Branchenverbände, die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, Forst Baden-Württemberg, das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg und das MWK, das das Projekt mit zwei Millionen Euro fördert.

Im Herbst 2020 endet das Projekt. Dann wollen die Forschenden ein Konzeptmodell präsentieren, das den Zusammenhang zwischen Ursachen und Auswirkungen von Trockenheit und Dürren aufzeigt und Empfehlungen für die Bewirtschaftung und das Management von Wasser gibt.

„Hochwasser war als Wetterextrem in der Forschung sowie im öffentlichen Bewusstsein lange Zeit präsenter als Dürre und Trockenheit“, sagt Kerstin Stahl. Mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universitäten Tübingen, Heidelberg und Freiburg wollte sie dieses „vergessene Extrem“ mehr in den Fokus rücken. Es sei dringend ein Sektor-übergreifendes Wassermanagement geboten, zumal Vorhersagemodelle auf häufigere Dürresommer in der Zukunft schließen lassen. „Die Politik muss klären, welche Sektoren bei Knappheit vorrangig auf Wasser zugreifen dürfen."

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